Erneuter QSL- Kompromiss zur Überführung von 2 Millionen Euro in die Grundfinanzierung getroffen

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Am vergangenen Montag, dem 05. September 2011 hat die zentrale QSL- Vergabekommission in ihrer dritten Sitzung der diesjährigen Vergaberunde über einen Kompromiss zur Verwendung der QSL-Mittel entschieden. Die Kommission hat für einen Kompromiss gestimmt, durch den 2 Millionen Euro aus dem zentralen Budget zur Sicherung der Vertretungs- und Vakanzproffessuren in die Grundfinanzierung überführt werden.

Aufgrund der schwierigen finanziellen Lage der Universität hat es bereits 2010 einen solchen Kompromiss gegeben. Trotz eines gestiegenen Hochschulbudgets sei aufgrund von Tarifsteigerungen im Umfang von 5,4 Millionen Euro, neuer Gebäude und gestiegener Energiekosten ein erneuter Kompromiss zur Vermeidung von Strukturabbau notwendig, so der Präsident, Prof. Dr. Joybrato Mukherjee.

Nach ausführlichen Diskussionen in den Organen der verfassten Studierendenschaft hat sich der AStA dazu entschieden, einem Kompromiss unter bestimmten Bedingungen zuzustimmen. “Der AStA erkennt grundsätzlich die Notwendigkeit einer solchen Maßnahme in Zeiten der Krise an, dennoch darf der Kompromiss nicht zum Status quo werden”, äußert sich Veronika Becker, AStA-Referentin für Studium und Lehre. Eine Bedingung für die Zustimmung zu dem Kompromiss war es, dass die langen Öffnungszeiten der Bibliotheken beibehalten werden. Diese sollen auch für Studierende mit Nebenjob die notwendige Flexibilität schaffen und die Stoßzeiten um die Mittagszeit entzerren. Dazu wird es in Zukunft einen Dauerantrag aus QSL- Mitteln geben. Für den Fall, dass die QSL- Mittel irgendwann wegfallen, übernimmt die Universität dafür eine Ausfallbürgschaft. Des Weiteren konnte die Aussetzung einer sogenannten „Overhead- Pauschale“ erreicht werden. An anderen Universitäten ist es mittlerweile Gang und Gäbe, für alle Anträge aus Drittmitteln 5% Verwaltungskosten zu erheben. Bei dem diesjährigen Volumen der QSL- Mittel von 13,5 Millionen würden alleine auf die Verwaltung 700.000 Euro entfallen. “Dies ist ja nicht Sinn und Zweck der QSL- Mittel”, so Ivan Lappo-Danilevski, studentisches Mitglied der Kommission.

Außerdem wird der Verteilungsschlüssel zwischen dem zentralen und den dezentralen Budgets zurückgesetzt. In dieser Vergaberunde standen den Fachbereichen nämlich nur 52,5 % der Mittel zur Verfügung. Dies hat zu erheblichen finanziellen Problemen vor Ort geführt. Viele Hilfskraftstellen wurden gestrichen und Projekte konnten nicht fortgeführt werden. Im nächsten Jahr entfallen dann auf die dezentralen Budgets wieder 60 % der Mittel und die restlichen 40% auf das zentrale Budget.

Für die Zukunft ist es auch weiterhin die Aufgabe der verfassten Studierendenschaft, den Prozess kritisch zu begleiten, um sicherzustellen, dass die Universität eine Dauerlösung findet und die QSL- Mittel nicht weiterhin „zweckentfremdet“ werden.

 

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