Solidarität mit den ehemaligen Bewohner_innen der Liebig14!
Donnerstag, den 03. Februar 2011 um 10:34 Uhr
Am 2. Februar 2011 kam es mittags in Berlin Friedrichshain zu der angekündigten Räumung des besetzten Hauses in der Liebigstraße 14. Das Haus, welches seit 1990 besetzt war, stand für einen Raum frei von der Gessellschaft auferlegten Zwängen und des Massenkonsums. Hier war es möglich selbstbestimmt zu wohnen, ohne sich in Mietzwangsverhältnisse begeben zu müssen und zugleich Raum für eigene Projekte zu haben wie beispielsweise für Kunstprojekte und Konzerte. So war es möglich selbst Kultur zu schaffen, unabhängig von gesellschaftlichen Normen und Werten.
Mit Räumungen wie dem alternativen Wohnprojekt Liebig 14 werden von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft systematisch solche subkulturellen Lebensräume zerstört. Besetzte Häuser, die Anfang der 90er Jahre prägend für das Stadtbild Berlins waren, sind nun mehr fast Geschichte. Stattdessen breitet sich die systematische Modernisierung von vormals alternativen Stadtteilen in renovierte Schicki-Micki Stadtteile mit nicht bezahlbaren Mieten immer weiter und unaufhaltsam aus.
Unsere Solidarität gilt den ehemaligen Bewohner_innen der Liebigstraße 14 sowie deren von bedrohten Projekten, die so ein unabhängiges Leben führen wollten, ohne dem Druck des Massenkonsums sowie gesellschaftlicher Zwänge zu erliegen. Für mehr alternative Wohnprojekte und Kultur!
| < Zurück | Weiter > |
|---|



